OEAD Young Science Workshop
Aktiv mobil am Schulweg – gesund, gerecht und nachhaltig
Diese Woche durften wir unseren ersten Workshop zum Thema „Aktiv mobil am Schulweg – gesund, gerecht und nachhaltig“ an der Mittelschule in Straßgang (Graz) als Wissenschafts- und Demokratiebotschafterinnen von Young Science (OEAD) halten.
Gemeinsam mit den Schüler*innen haben wir uns zunächst bewusst gemacht, was wir am Schulweg hören, sehen und riechen. Welche Geräusche und Gerüche davon empfinden wir als angenehm? Und welche finden wir unangenehm? Wir waren uns schnell einig, dass wir uns freuen, wenn wir Blumen und frisch gebackenes Brot riechen oder unsere Freunde sehen, aber nicht, wenn wir Abgase oder Müll riechen. Wir hören gerne andere Menschen sprechen, aber ungern den Lärm von Autos, Bussen und Lastwägen.
Dann haben wir in verschiedenen Farben aufgezeichnet, wie wir zur Schule gekommen sind. Wir haben darüber diskutiert, welche Vor- und Nachteile verschiedene Verkehrsmittel haben. Was ist am schnellsten? Was ist am gesündesten? Was ist am nachhaltigsten und was macht uns am meisten Spaß?
Nachdem wir uns noch über die Bewegungsempfehlungen der WHO für Kinder- und Jugendliche unterhalten haben (WHO guidelines on physical activity and sedentary behaviour) und wie wir diese erreichen können haben wir uns überlegt wie öffentlicher Raum aussehen muss, damit wir gerne zu Fuß gehen, Rad fahren, Inline skaten oder mit dem Skateboard fahren. Wir sind vor die Schule gegangen und haben überlegt, was an dieser Straße bereits förderlich ist und was sich noch verbessern muss. Wir haben Sitzbänke vorgefunden, die jedoch nicht für Senior*innen geeignet sind, da Arm- und Rückenlehnen fehlen. Wir haben etwas Schatten vorgefunden, aber keinen Unterstand, der Schutz vor Regen bietet.
Den Workshop haben wir dann noch mit einem kurzen Gedankenexperiment abgeschlossen und uns vorgestellt, wie wir den Schulweg mit einer Beeinträchtigung zurücklegen würden, welche Hindernisse es dabei gäbe und was notwendig wäre, damit der Weg barrierefreier und inklusiver wird.
Wir haben uns sehr über die aktive Beteiligung, die kreativen Ideen und die spannenden Diskussionen mit den Schüler*innen gefreut und sind schon gespannt auf unseren nächsten Workshop im Oktober in Niederösterreich.